Kreditlinie

Definition

Die Kreditlinie ist der Höchstbetrag, bis zu welchem die Bank dem Kreditnehmer Kredit gewährt. Meistens wird die Kreditlinie zusammen mit dem Krediteröffnungsvertrag gewährt.

Rechtsnatur

  • Kreditvertrag

Gegenstand

  • Der Kreditnehmer ist nach der Leistung von Teilrückzahlungen bzw. Debitoreneingängen regelmässig berechtigt, die Kreditlinie wieder auf’s Neue auszuschöpfen.
  • Nichtausnützung
    • Bank ist zur Bereitstellung der Mittel verpflichtet
    • Kreditnehmer ist aber nicht verpflichtet, die ganze Kreditlinie zu benutzen
    • Auf eine Nichtbeanspruchung der Kreditlinie während längerer Zeit reagieren Banken mit einem Herabsetzungsvorschlag, auch wenn die Banken Bereitstellungskosten fakturieren
  • Kreditüberziehung
    • Der Kreditnehmer beansprucht einen höheren als vereinbarten Betrag
    • Verhalten der Bank
      • Kreditvertrag enthält meistens eine Verpflichtung zur sofortigen Ausgleichung
      • Stillschweigen der Bank zur Kreditüberziehung kann u.U. eine Änderung des bestehenden Krediteröffnungsvertrages bewirken
      • Es ist aber auch denkbar, dass eine Ausweitung des bestehenden Kredits nicht erwünscht ist und, dass die Bank einen selbständigen, befristeten Ergänzungskredit vorschlägt
  • Einzig die Höhe der kumulierten Kreditverpflichtungen aus dem Krediteröffnungsvertrag dürfen nicht überschritten werden.

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